Was zeichnet eigentlich eine Führungsspielerin aus? Wie schaffe ich es, Vertrauen zu den unterschiedlichen Charakteren in einem Team aufzubauen? Und: Ist in der heutigen Zeit überhaupt noch eine Hierarchie im Mannschaftsgefüge notwendig? Viele Fragen, auf die insgesamt 24 junge Spielerinnen aus Münchner Vereinen und auf Initiative des Fußball-Koordinators der Landeshauptstadt jetzt in der Sportschule Oberhaching Antworten bekamen: Zum ersten Mal veranstaltete der Bayerische Fußball-Verband (BFV) eine Girls-Only Führungsspielerinnen-Schulung – analog zu den seit Jahren etablierten und beliebten Fortbildungen, die auch im nächsten Jahr wieder stattfinden werden.
Das BFV-Referenten-Team um Carola Haertel und Tilo Volgmann förderte die Teilnehmerinnen im Alter zwischen 14 und 17 Jahre dabei in ihrer Sozial- und Führungskompetenz. Außerdem lernten die Nachwuchs-Führungsspielerinnen praktische Umsetzungsmöglichkeiten für die Jugendarbeit im Verein sowie moderne Kommunikationsmittel und Möglichkeiten der neuen Medien kennen. Auf dem Programm standen neben zahlreichen Gruppenworkshops und herausfordernden Aufgabenstellungen auch vertrauensbildende Erfahrungen wie Blindenfußball im Selbstversuch sowie Vorträge zu Gewalt- und Suchtprävention. Ziel der Schulung war es zudem, die Teilnehmerinnen für eine erweiterte ehrenamtliche Tätigkeit in ihrem Heimatverein oder im Verband zu sensibilisieren und an diese heranzuführen: Die Teilnehmer*innen erhielten einen Einblick in die Strukturen und die Organisation des BFV sowie umfassende Informationen über aktuelle, jugendrelevante Themen.
„Toll, dass 24 begeisterte Spielerinnen zur ersten reinen Führungsspielerinnen-Schulung im BFV gekommen sind. Dieses Format bietet wertvolle Möglichkeiten, um mit den Spielerinnen in einen direkten Austausch zu treten und ihnen auch den Bayerischen Fußball-Verband näherzubringen. Auch in Bezug auf die aktuell laufende Mädchenfußball-Kampagne #Lasstsiespielen ist ein solches Girls-Only-Format ein wertvoller Baustein, welcher durchaus hohes Zukunftspotenzial hat“, erklärte Romy Schwaiger vom Verbands-Frauen- und Mädchenausschuss.
Auch Jugendbildungsbeauftragte Carola Haertel zog ein positives Fazit: „Die Eigenschaften von Führungsspielerinnen zu vermitteln und mit den Jugendlichen gemeinsame Lösungswege zu erarbeiten, die ihnen sowohl in ihrem Verein als auch privat weiterhelfen, ist ein großer Mehrwert für alle. Mit unserem Angebot möchten wir unsere Vereine aktiv unterstützen, ihre Spielerinnen auf und neben dem Platz weiterzuentwickeln. An diesem Wochenende wurde deutlich, welch großes Potenzial im Frauen- und Mädchenfußball steckt.“
Im Januar und Februar 2024 bietet der BFV zwei weitere kostenfreie Führungsspieler*innen-Schulungen an: Vom 19. bis 21. Januar 2024 im BLSV Sportcamp Nordbayern (Am Sportcamp 1, 95496 Bischofsgrün) sowie vom 16. bis 18. Februar 2024 an der Sportschule Oberhaching (Im Loh 2, 82041 Oberhaching). Die Anmeldung ist hier möglich. Im Sommer 2024 wird es voraussichtlich drei weitere Schulungsangebote für Führungsspieler*innen geben.
Im Rahmen der Führungsspieler*innen-Schulung beleuchtet der BFV gemeinsam mit seinem Partner, der AusbildungsOffensive-Bayern, einer Initiative der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber, auch die berufliche Zukunft der Spieler*innen. Bei einem interaktiven und multimedialen Workshop erfahren die Führungsspieler*innen, welche attraktiven Möglichkeiten die bayerische Metall- und Elektroindustrie bereithält, bekommen wertvolle Tipps für ihre Berufsorientierung und erfahren Unterstützung auf dem Weg zu ihrem Traumberuf.
Bei Fragen rund um das Thema „Führungsspieler*innen-Schulung“ wende dich bitte an BFV-Bildungsreferent Tobias Fischer.