Beim DFB-Bundesjugendtag 2025 am DFB-Campus in Frankfurt sind nicht nur Entscheidungen für die künftige Förderung und Entwicklung des Jugendfußballs in Deutschland getroffen worden. Auch personell geht es mit einigen Veränderungen in die Zukunft – auch wenn die neuen Amtsinhaber formell erst noch am 7. November vom DFB-Präsidium bestätigt werden müssen. Aus bayerischer Sicht sind das drei Personalien, unter anderem BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau (Foto oben, rechts).
Für Verbands-Jugendleiter Florian Weißmann, der den Jugendfußball in den vergangenen sechs Jahren im DFB-Jugendausschuss aktiv mitgestaltet hat und nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidierte, ist Jürgen Pfau, Vizepräsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), in das höchste DFB-Jugendgremium gewählt worden. Pfau ist im BFV-Präsidium seit 2022 unter anderem für den Verbands-Jugendausschuss und damit für den Junioren-Spielbetrieb in Bayern verantwortlich. Zusammen mit Pfau zieht auch Tina Lechner neu in den DFB-Jugendausschuss sein. Die Beisitzerin des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses und Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschuss Schwaben ist in Frankfurt zunächst in den DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball gewählt worden und dann auch gleich zu dessen Mädchenfußball-Beauftragte in den DFB-Jugendausschuss gewählt worden.
Als dritter bayerischer Neuling ist Patrick Richnow, Kreis-Sportgerichts-Vorsitzender des Fußballkreises Donau, beim DFB-Bundesjugendtag als Beisitzer Jugend in das DFB-Sportgericht gewählt worden. Viel bayerisches Know-how für die anstehenden Entscheidungen und Entwicklungen im Jugendfußball in Deutschland.
Und für den geht ein großer Impuls vom DFB-Bundesjugendtag 2025 aus. Unter dem Motto "Kicken mit Spielfreude - Wachsen im Team" ist ein wegweisender Maßnahmenkatalog zur Weiterentwicklung des Jugendfußballs in Deutschland verabschiedet worden. Er ist das Ergebnis eines bislang beispiellosen bundesweiten Beteiligungsprozesses und bildet den Fahrplan für ein modernes, attraktives und zukunftsfähiges Fußballangebot für Kinder und Jugendliche in Deutschland.
Die "Toolbox" für den Jugendfußball vereint strategische Leitlinien mit praxisnahen Umsetzungsideen und dient als Grundlage für Pilotprojekte in den Landesverbänden. Die Inhalte orientieren sich an den beim Jugendfußball-Kongress im März 2025 gemeinsam erarbeiteten Handlungsfeldern. Erste Modellregionen testen bereits neue Ligeneinteilungen, Spielformate und Trainingskonzepte. Bei erfolgreicher Erprobung können Formate, Regeln und Rahmenbedingungen in die DFB-Jugendordnung und die offiziellen Empfehlungen aufgenommen werden - als Grundlage für eine bundesweite Umsetzung.