Zum Abschluss der insgesamt sieben BFV-Bezirkstage stellen die Delegierten an diesem Samstag ab 10 Uhr im Markgrafensaal Schwabach (Ludwigstraße 16, 91126 Schwabach) die Weichen für die kommenden vier Jahre im Fußball-Bezirk. Wie schon bei den sechs vorangegangenen Bezirkstagen im Wahljahr des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) kandidiert auch in Schwabach der aktuelle Bezirks-Vorsitzende – in Mittelfranken Uwe Mauckner – für eine weitere Amtsperiode. Zum Abschluss des BFV-Wahljahres findet am 8./9. Mai der 27. Ordentliche Verbandstag im niederbayerischen Bad Gögging statt.
Im Fokus des Bezirkstags im Markgrafensaal steht vor allem die Wahl des mittelfränkischen Führungsteams. Und die steht im Zeichen von Kontinuität, denn mit Ausnahme der Position des Bezirks-Spielleiters stellen sich alle aktuellen Amtsinhaberinnen und -inhaber zur Wiederwahl. Zudem sind die Delegierten nach ihrer Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb und mehreren bei den mittelfränkischen Kreistagen angenommenen Anträgen gefragt. Wie schon bei den 22 bisherigen Kreis- und sechs Bezirkstagen wird zudem BFV-Präsident Christoph Kern vor Ort sein. Als weiteres Highlight wird es eine Scheckübergabe der BFV-Sozialstiftung geben.
Beim mittelfränkischen Bezirkstag stellt sich Uwe Mauckner (61) aus Rednitzhembach, der den Bezirk seit März 2023 leitet, erstmals zur Wiederwahl als Vorsitzender. Ebenso wollen auch Ellen Bauerschmitt (44, Pegnitz) als Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses, Thomas Zankl (55, Altdorf bei Nürnberg) als Bezirks-Jugendleiter und Nina Kühnl (24, Erlangen) als U30-Bezirks-Vertreterin in eine weitere Amtsperiode gehen. Die Nachfolge von Felix Böck als Bezirks-Spielleiter möchte Michael Tittmann, aktueller Kreis-Vorsitzender des Kreises Neumarkt/Jura (54, Altdorf bei Nürnberg), antreten.
Als alter und neuer Bezirks-Schiedsrichterobmann soll Siegmar Seiferlein (69, Nürnberg) bestätigt werden. Thorsten Vasel (45, Fürth) soll dem BFV-Präsidium erneut als Vorsitzender des Bezirks-Sportgerichts vorgeschlagen werden. Die Position des Bezirks-Ehrenamtskoordinators oder der Bezirks-Ehrenamtskoordinatorin bleibt zunächst unbesetzt.
Wie schon bei den Kreistagen holt der BFV auch jetzt bei den Bezirkstagen ein Stimmungsbild zu möglichen Änderungen im Spielbetrieb von den Delegierten ein. In diesem Wahljahr geht es um zwei Themen:
Die Meinungsbilder haben ausdrücklich keine bindende Wirkung, können aber zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.
Darüber hinaus werden sich die Delegierten beim Bezirkstag mit mehreren Vereinsanträgen auseinandersetzen, die zuvor bei den Kreistagen Nürnberg/Frankenhöhe und Erlangen/Pegnitzgrund von den Delegierten angenommen und somit an den Bezirkstag weiterverwiesen wurden.
Der SV Segringen hatte beim Kreistag Nürnberg/Frankenhöhe einen Antrag auf eine Erweiterung des Aufstiegsrechts für Spielgemeinschaften in die Bezirksliga gestellt.
Beim Kreistag Erlangen/Pegnitzgrund sind gleich zwei Vereinsanträge angenommen worden. Der nun zu behandelnde Antrag des SC Eckenhaid sieht eine Anpassung des § 55 der Spielordnung vor und zielt darauf ab, die Zahl der Absteiger einer Liga auf Kreisebene auf maximal vier Vereine zu begrenzen.
Darüber hinaus nahmen die Delegierten des Kreistags einen Dringlichkeitsantrag der (SG) TSV 1891 Frauenaurach/ASV Möhrendorf an. Darin fordert die Spielgemeinschaft eine Änderung der Spielordnung des Bayerischen Fußball-Verbandes zur Zulassung von Spielgemeinschaften im Frauen- und Mädchenfußball bis einschließlich der Bezirksoberliga.
Alle drei Anträge werden nun beim Bezirkstag erneut besprochen und zur Abstimmung gebracht, um im Falle einer erneuten Zustimmung beim anstehenden BFV-Verbandstag behandelt zu werden.
Ein emotionaler Höhepunkt des Bezirkstags wird mit Sicherheit die Scheckübergabe der BFV-Sozialstiftung an die Familie Tabak in Höhe von 4.200 Euro. Der sechsjährige Sohn Yekta von Irfan Tabak, Schiedsrichter der Schiedsrichtergruppe Erlangen, leidet an frühkindlichem Autismus und ist aufgrund seiner Erkrankung dauerhaft auf intensive Betreuung angewiesen. Eine der wenigen Freizeitaktivitäten, die Yekta große Freude bereiten und ihm Entspannung sowie Bewegung ermöglichen, ist das Fahrradfahren. Um ihm weiterhin diese wichtige Form der Teilhabe und gemeinsame Familienaktivitäten zu ermöglichen, ist die Anschaffung eines speziellen Tandemfahrrads vorgesehen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 7.600 Euro und stellen für die Familie eine erhebliche finanzielle Belastung dar, da eine Kostenübernahme durch andere Stellen bislang nicht erfolgt ist. Mit Unterstützung der BFV-Sozialstiftung wird es nun möglich sein, Yektas großen Wunsch zu erfüllen.
Alle Infos zum BFV-Wahljahr 2026 unter www.bfv.de/wahljahr