Auf den Tag exakt 1651 Tage nach dem wegweisenden Beschluss des Außerordentlichen BFV-Verbandstags zum Neubaubau-Projekt auf dem rückseitigen Areal des Münchner „Haus des Fußballs“ hat BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher auf dem Verbandstag in Bad Gögging jetzt den Abschlussbericht zu den „Brienner Gärten“ vorgelegt. 152 Delegierte hatten seinerzeit im Regensburger Jahnstadion mit ihrem einstimmigen Votum den Weg für den durch den Umzug des Münchner Volkstheaters notwendig gewordenen Neubau von gewerblichen Büroflächen und Wohnungen auf dem BFV-Grundstück an der Brienner Straße 50 in München frei gemacht. Es war der Startschuss für ein historisches Projekt, bei dem der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am Ende sowohl zeitlich als auch finanziell eine Punktlandung hingelegt hat.
„Wenn ich heute von der Dachterrasse unseres Neubaus aus über die Dächer von München schaue, schwingt unglaublich viel Stolz mit, auf das, was wir in einer Zeit geleistet haben, die rückblickend alles andere als einfach war“, erklärte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher mit Blick auf die Corona-Nachwirkungen, Materialengpässe, explodierende Energiepreise und wirtschaftliche Unsicherheiten, die unvorhersehbar mitten in die in die Planungs- und Bauphase gefallen waren.
Trotz aller Unwägbarkeiten konnte der BFV das Projekt fristgerecht und sogar rund 600.000 Euro unter dem veranschlagten Finanzrahmen in Höhe von 40 Millionen Euro am 20. Mai 2025 offiziell einweihen. Entstanden ist ein modernes, urbanes Ensemble, das nicht nur architektonisch überzeugt. Auch aus wirtschaftlicher Sicht zahlt sich die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Verbandes aus und wird zur langfristigen Sicherung der Verbandsfinanzen beitragen. Die Erträge aus den Vermietungen sorgen für stetige Einnahmen – unabhängig von Beiträgen und Gebühren.
Erstmals schlagen sich Mieteinnahmen in Höhe von rund zwei Millionen Euro im BFV-Haushalt nieder. „Letztlich aber haben wir es mit einer – Stand heute – Gesamtvermietungsquote von über 90 geschafft, bereits 99 Prozent der prognostizierten Einnahmen in Höhe von nahezu drei Millionen Euro zu realisieren. Dabei haben wir bei der Vermietung der Wohnungen sogar rund 18 Prozent mehr – als von den externen Wirtschaftsprüfern seinerzeit prognostiziert – erlöst“, sagte Faltenbacher, der die „Brienner Gärten“ als ein „großartiges Gemeinschaftsprojekt“ bezeichnete: „Angefangen von der mit Vereinsvertreterinnen und -vertretern besetzten AG Finanzen bis hin zur AG Bau war das Teamwork – anstrengend, strapazierend, aber unterm Strich lohnend!“
Damit trägt der Bau, der vollständig im Besitz des BFV bleibt und ausschließlich zur Vermietung vorgesehen ist, entscheidend dazu bei, dass der Verband auch in Zukunft autark, solide und verlässlich wirtschaften kann – im Interesse seiner mehr als 1,8 Millionen Mitglieder in über 4500 Vereinen.
Die „Brienner Gärten“ umfassen rund 6.740 Quadratmeter Gewerbe- und Büroflächen sowie 1.339 Quadratmeter Wohnraum. Zwei grüne Innenhöfe, die dem Gebäude seinen Namen gegeben haben, sorgen für Offenheit und Atmosphäre. Eine zweigeschossige Tiefgarage mit 93 Pkw- und 73 Fahrradstellplätzen garantiert zudem moderne Mobilität im Zentrum der Stadt.