Voller Fokus auf die Zukunft: Die 244 Delegierten haben auf dem 27. Ordentlichen Verbandstag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) den vom Vorstand formulierten und in Bad Gögging vorgelegten Leitantrag „BFV 2030“ einstimmig angenommen. Dieser benennt die zentralen Herausforderungen, denen sich Verband und Vereine gegenübersehen, und definiert die wesentlichen Handlungsfelder für die kommenden vier Jahre.
Um den Fußball in Bayern gemeinsam mit seinen Vereinen über das Jahr 2030 hinaus zukunftsfähig aufzustellen, braucht der Verband vor allem klare Zuständigkeiten, effiziente Entscheidungswege, digitale Abläufe und Strukturen, die das Ehrenamt nachhaltig stärken. Deshalb sollen die bestehenden Strukturen des BFV auf allen Ebenen auf den Prüfstand gestellt und – wo notwendig – strategisch neu ausgerichtet werden. Ziel ist eine zeitgemäße, leistungsfähige und zukunftsorientierte Organisationsform, die Ressourcen optimal bündelt und die Steuerungsfähigkeit weiter erhöht.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere Vereine als moderner Dienstleister auch weiterhin bestmöglich in ihrer täglichen Arbeit unterstützen und im engen Schulterschluss die Zukunft unseres großartigen Sports gestalten – ganz im Sinne unseres Verbandstags-Mottos ‚Wir sind der Fußball in Bayern‘. Der Leitantrag ‚BFV 2030‘ ist dafür ein wichtiger Kompass: Er gibt uns Orientierung, bündelt Kräfte und zeigt den Weg zu einer Struktur, die unseren Vereinen die Arbeit erleichtert und den Fußball im ganzen Land nachhaltig stärkt“, erklärt BFV-Präsident Christoph Kern.
Den Leitantrag hatte in Bad Gögging BFV-Vizepräsident Robert Schraudner vorgestellt. Schraudner, der im BFV-Präsidium das Thema Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter verantwortet, zog dabei auch Bilanz zum Initiativantrag „Ohne Schiri geht es nicht“, der beim Verbandstag 2022 beschlossen und anschließend umgesetzt wurde. Der Antrag und die daraus folgenden Maßnahmen hatten in den vergangenen vier Jahren zu einer Stabilisierung und Steigerung der Schiedsrichter-Zahlen im Freistaat geführt: „Wir können heute feststellen: Die Maßnahmen unseres Initiativantrags greifen. Mit inzwischen wieder über 12.000 aktiven Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern liegen wir nahezu auf dem Niveau zur Jahrtausendwende. Dieses Wachstum ist nicht allein auf die deutlich verbesserten finanziellen Rahmenbedingungen zurückzuführen, sondern ebenso auf unsere konsequenten Investitionen in Wertschätzung und den Schutz der Unparteiischen.“
Der nun verabschiedete Leitantrag ist ein klarer Arbeitsauftrag an das Präsidium, einen transparenten Entwicklungsprozess anzustoßen – gemeinsam mit allen 4500 bayerischen Vereinen, den sieben Bezirken und 22 Kreisen, den Verbandsausschüssen sowie dem Hauptamt. Ziel ist es, mögliche Veränderungen so vorzubereiten, dass sie spätestens mit Beginn der Legislaturperiode 2030 umgesetzt werden können.