Regionalligist SV Viktoria Aschaffenburg hat sich das letzte Viertelfinalticket im Bayerischen Toto-Pokal 2025/26 geschnappt. Im Unterfranken-Derby gelang den Gastgebern der Pokal-Coup gegen Drittligist 1. FC Schweinfurt 05 – am Ende nach einem spektakulären 9:8 im Elfmeterschießen (2:2). Die Runde der letzten Acht wird am Montag, den 22. September ab 12 Uhr ausgelost (Live auf dem BFV-Instagram-Kanal). Gespielt wird am 18. November (Regelspieltag).
Im Stadion am Schönbusch erwischte der Regionalligist den besseren Start, ging mit der ersten echten Offensivaktion in der 11. Spielminute durch Benjamin Baier in Führung. Doch die Antwort der favorisierten Gäste ließ nicht lange auf sich warten. In der 22. Spielminute egalisierte Nico Grimbs zugunsten des Drittligisten, der in der Meisterschaft nach vier Spieltagen noch ohne Tore und Punkte dasteht.
In der 36. Spielminute dann der nächste Schock für das Team von Chefcoach Victor Kleinhenz. Schweinfurts Keeper Maximilian Weisbäcker kommt bei seiner Rettungstat aus dem Kasten, ist aber zu spät, um den Schuss von Eren Bozan ins lange Eck zu verhindern – Aschaffenburg war wieder vorne. Die knappe Führung hatte dann bis zur 59. Spielminute Bestand. Dann war nach einer schönen Kombination Michael Dellinger zur Stelle und traf für Schweinfurt zum erneuten Ausgleich. In einer turbulenten Schlussphase sah dann Schweinfurts Nils Benedikt Piwernetz Gelb-Rot (90.), doch auf der Anzeigetafel sollte sich bis zum Abpfiff der regulären Spielzeit nichts mehr ändern. Die Entscheidung musste vom Punkt fallen. Und die Zuschauer bekamen ein nervenaufreibendes Shoot-Out zu sehen. Jeweils alle fünf nominierten Schützen trafen und so ging auch das Elfmeterschießen in die Verlängerung. Als erstem Schützen versagten dann Devin Angleberger im Duell mit Aschaffenburgs Keeper Max Grün die Nerven. Vorteil Aschaffenburg! Diese Chance ließ sich Niklas Borger dann nicht entgehen, versenkte den Ball im Kasten und schoss damit die Viktoria ins Toto-Pokal-Viertelfinale.
Im Viertelfinale heißen die möglichen Gegner von Aschaffenburg unter anderem TSV 1860 München, das am vergangenen Wochenende den amtierenden Champion und aktuellen DFB-Pokalschreck FV Illertissen bezwang. Drittligist TSV 1860 München war für die Vöhlinstädter am Ende eine Nummer zu groß, das Team von Holger Bachthaler musste sich vor knapp 3500 Zuschauerinnen und Zuschauern 1:3 (0:1) geschlagen geben.
Fest steht, dass es im Viertelfinale zu brisanten und sportlich hoch attraktiven Duellen kommen wird, denn im Achtelfinale haben sich fast durchweg die favorisierten und höherklassigen Teams durchgesetzt – wenn auch teilweise denkbar knapp. So fehlten Regionalligist SpVgg Ansbach gegen Drittligist SSV Jahn Regensburg nur wenige Sekunden zum möglichen Pokalcoup. Erst in der Nachspielzeit gelang den Oberpfälzern der Ausgleich und im direkt nach Abpfiff folgenden Elfmeterschießen der Sieg. Und auch der FC Ingolstadt 04 hatte sich die Pokalpartie beim Bayernligisten TSV 1882 Landsberg sicher anders vorgestellt, als das wilde Torspektakel mit am Ende elf Treffern (7:4). Dagegen haben sich die vier Regionalligisten SV Wacker Burghausen, FC Würzburger Kickers, SpVgg Unterhaching und TSV Aubstadt weitestgehend souverän ihr Viertelfinalticket gesichert.