Die AG Grundsatzfragen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) unter Vorsitz von Vizepräsident Reinhold Baier hat sich im Münchner Haus des Fußballs zu ihrer dritten Sitzung getroffen. Vereins- sowie Verbandsvertreterinnen und -vertreter sitzen dabei gemeinsam am Tisch, stellen Prozesse auf den Prüfstand und identifizieren im Dialog auf Augenhöhe mögliche Verbesserungspotenziale. Beim Treffen, an dem auch BFV-Präsident Christoph Kern teilgenommen hat, wurden die von den Vereinsverantwortlichen eigens identifizierten Themen fortgeschrieben: die Umsetzung des digitalen Vereinswechsels sowie das Schulfußballkonzept mit Blick auf den Anspruch der Ganztagsbetreuung in den bayerischen Grundschulen.
Dabei gab es eine positive Nachricht: Die Umsetzung des digitalen Vereinswechsels verbunden mit noch mehr Möglichkeiten für Spielerinnen und Spieler hat die nächste hohe Hürde genommen, denn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat jetzt die Gelder zur Umsetzung freigegeben. „Auch wenn es sich zuletzt etwas hingezogen hat, so haben wir jetzt Grünes Licht und können die Umsetzung angehen“, sagte BFV-Präsident Christoph Kern.
Zudem wurde der AG Grundsatzfragen, die hybrid, also online und in Präsenz in der BFV-Zentrale tagte, das gemeinsam erarbeitete Schulfußballkonzept präsentiert und diskutiert, der Leitfaden für bayerische Vereine wurde letztlich finalisiert und gibt Antworten auf wichtige Fragen: Welche Möglichkeiten bieten offener, gebundener und kooperativer Ganztag? Wie können sich Sportvereine im Wettbewerb mit anderen gemeinnützigen Institutionen behaupten und sich für Schulen attraktiv machen? Können Klubs Sportangebote am Nachmittag überhaupt auf ehrenamtlicher Basis realisieren? Welche Rolle kann hier der Bundesfreiwilligendienst spielen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es von staatlicher Seite? Was heißt es für den Trainingsbetrieb, wenn die Kinder und Jugendlichen in absehbarer Zeit bis in den späten Nachmittag hinein die Schulbank drücken? Welche Auswirkungen hat die Belegung von Sportstätten durch Schulen auf den Vereinssport? Welche Unterschiede gibt es zwischen Stadt und Land?
Letztlich war die Expertise der Vereinsvertreterinnen und -vertreter mit Blick auf das Wahljahr und die Kreistage gefragt: Es ging vor allem um die Frage, welche Meinungsbilder bei den 22 Veranstaltungen in ganz Bayern eingeholt werden könnten. Erste Vorschläge hierzu wurden von der AG Grundsatzfragen aufgegriffen und gemeinsam erörtert. Weitere Themenvorschläge kamen dazu. Der nächste Schritt besteht nun darin, die gesammelten Inhalte gezielt für die Kreistage aufzubereiten.
Beim nächsten Treffen – dann Mal in gänzlich digitaler Form – werden die Mitglieder erneut zusammenkommen, um das nächste Schwerpunktthema der AG Grundsatzfragen zu identifizieren und festzuzurren.