Die Entscheidung über den Meister der ausklingenden Saison 2022/2023 in der Bayernliga Süd ist gefallen. Spitzenreiter SV Schalding-Heining hat sich im Rahmen des 32. Spieltages vorzeitig aus eigener Kraftzum Meister gekrönt und damit auch den Aufstieg und die direkte Rückkehr in die Regionalliga Bayern unter Dach und Fach gebracht. Der SVS setzte sich gegen den TSV 1860 Rosenheim 4:1 (2:1) durch und ließ damit auch die letzten Zweifel am Titel verpuffen.
Verbands-Spielleiter Josef Janker: „Herzlichen Glückwunsch an den SV Schalding-Heining zur vorzeitigen Bayernliga-Meisterschaft und zur sportlichen Qualifikation für die Regionalliga Bayern. Wenn jetzt noch die Zulassung erteilt wird - und da bin ich Stand jetzt mal optimistisch - ist der langjährige Regionalligist zur neuen Saison nach einem Jahr Abstinenz wieder zurück in der bayerischen Spitzenliga und Niederbayern wäre auch nächste Saison wieder fix in der Regionalliga Bayern vertreten.“
Der direkte Verfolger FC Memmingen festigte bereits am Freitag durch den 1:0-Erfolg gegen das Schlusslicht VfB Hallbergmoos den zweiten Platz. Im Fernduell mit dem TSV 1874 Kottern um Rang zwei, der zur Teilnahme an die Aufstiegsrelegation berechtigt, konnte der FCM einen großen Schritt machen. Das lag auch daran, dass der TSV trotz zwischenzeitlicher Führung gegen den FC Ismaning 2:3 (1:0) verlor.
Im Rennen um die Aufstiegsrelegation musste nun auch der SV Kirchanschöring die Segel streichen. Im Gastspiel bein TSV Schwaben Augsburg musste der SVK mit 0:2 einen herben Dämpfer hinnehmen. Der TSV 1882 Landsberg, der gegen den SV Erlbach 3:0 gewann hatte dagegen noch alle Chancen, am Ende der Saison auf dem zweiten Rang zu landen. In einem wichtigen Duell im Kampf um den Klassenverbleib behielt der TSV 1861 Nördlingen gegen den VfR Garching deutlich 6:2 (3:1) die Oberhand. Dadurch sind die Gastgeber auf der sicheren Seite. Der VfR muss dagegen in die Relegation.
TSV 1874 Kottern - FC Ismaning 2:3 (1:0)
Der TSV Kottern hat sich zum Auftakt des 32. Spieltages wohl endgültig aus dem Rennen um den zweiten Tabellenplatz verabschiedet, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Bayern berechtigt. Die Mannschaft von Ex-Profi und TSV-Trainer Frank Wiblishauser unterlag dem FC Ismaning letztlich 2:3. Dabei hatten die Hausherren durch das Tor von Matthias Jocham (28.) den besseren Start erwischt. Allerdings drehten die Gäste durch Daniel Gaedke (54.) und Yasin Yilmaz (57.) innerhalb von drei Minuten die Partie. Durch den zweiten Treffer von Jocham (74.) in dieser Partie konnte Kottern zwar noch einmal ausgleichen. Kurz vor Schluss war aber Ryohei Nishikawa (90.) für Ismaning zur Stelle und brachte den 13. Saisonsieg seiner Mannschaft in trockene Tücher.
FC Memmingen - VfB Hallbergmoos 1:0 (0:0)
Der FC Memmingen ist der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Bayern einen großen Schritt nähergekommen. Gegen Schlusslicht VfB Hallbergmos behielt der FCM 1:0 die Oberhand und baute den Vorsprung auf die Verfolger damit weiter aus. Für den einzigen Treffer der Begegnung war auf Seiten der Gastgeber Micha Bareis (74.) verantwortlich. Für Hallbergmoos wird die Luft dagegen immer dünner. Mit nun 21 Niederlagen auf dem Konto belegt der VfB weiterhin den letzten Tabellenplatz.
TSV 1882 Landsberg - SV Erlbach 3:0 (2:0)
Der TSV 1882 Landsberg hat sich die Chance auf die Relegationsteilnahme durch ein 3:0 gegen den SV Erlbach gewahrt. Bei fünf Zählern Rückstand auf Rang zwei ist das Team der beiden Spielertrainer Sascha Mölders und Michael Hutterer allerdings auf Schützenhilfe angewiesen. Für die eigenen Treffer gegen die abstiegsbedrohten Gäste war Steffen Krautschneider (10./26./67.) im Alleingang verantwortlich. Das Polster von Aufsteiger Erlbach auf die Gefahrenzone beträgt nach der dritten Niederlage in Folge und nun sieben Partien ohne Sieg noch drei Zähler.
TSV 1860 München II - TSV Dachau 1865 1:1 (0:1)
Trotz einer Unterzahl im zweiten Durchgang durfte sich der TSV Dachau 1865 zumindest über einen Zähler im Rennen um den Klassenverbleib freuen. Für das Team von Trainer Orhan Akkurt sprang ein 1:1 bei der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München heraus. Antonios Masmanidis (25.) hatte die Gäste gegen den Nachwuchs des Drittligisten zunächst in Führung geschossen. Nachdem sich Mathias Leiber (62.) die Gelb-Rote Karte eingehandelt hatte, gelang Samir Neziri der Treffer zum Endstand. Bei noch zwei ausstehenden Begegnungen liegen die Dachauer nun drei Zähler hinter der sicheren Zone zurück.
SV Schalding-Heining - TSV 1860 Rosenheim 4:1 (2:1)
Tabellenführer SV Schalding-Heining hat sich am drittletzten Spieltag zum Meister der Bayernliga Süd gekürt. Dem Team von Trainer Stefan Köck gelang ein 4:1 gegen den TSV 1860 Rosenheim. Durch den vierten Erfolg nacheinander ist der SVS bei acht Punkten Vorsprung auf Verfolger FC Memmingen nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Nachdem sich bei den Gästen Albin Krasnic (11.) wegen einer Notbremse die Rote Karte eingehandelt hatte, nutzten Christian Brückl (19.), Markus Gallmaier (31./61.) und der eingewechselte Johannes Stingl (75.) die Überzahl aus. Bojan Tanev (45.) konnte zwischenzeitlich verkürzen.
FC 1920 Gundelfingen - FC Ingolstadt 04 II 1:3 (0:1)
Trotz des 1:3 gegen die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt hat der FC 1920 Gundelfingen Planungssicherheit für die kommende Spielzeit. Obwohl der FCG zum zweiten Mal nacheinander leer ausging, kann das Team von Trainer Stefan Anderl bei noch sieben Punkten Vorsprung nicht mehr in die Gefahrenzone abrutschen. Den ersten Treffer der Gäste durch Jeroen Krupa (20.) konnte Janik Noller (54.) zunächst noch ausgleichen. Dank der Tore von Renato Domislic (66.) und des eingewechselten Ibrahim Madougou (87.) ging der FCI noch als Sieger vom Feld.
TSV Schwaben Augsburg - SV Kirchanschöring 2:0 (2:0)
Für den SV Kirchanschöring ist der Sprung auf den zweiten Platz, der am Saisonende zur Teilnahme an der Relegation berechtigt, nicht mehr möglich. Die Mannschaft von Trainer Mario Demmelbauer unterlag 0:2 beim TSV Schwaben Augsburg und ging damit erstmals seit vier Partien (acht Zähler) wieder leer aus. Den Gastgebern gelang dagegen durch den Doppelpack von Julian Kania (11./22.) nach vier Unentschieden wieder die volle Ausbeute.
TSV 1861 Nördlingen - VfR Garching 6:2 (3:1)
Der TSV 1861 Nördlingen ist dem Klassenverbleib einen erheblichen Schritt nähergekommen. Der Aufsteiger fuhr mit dem 6:2 gegen den bereits als Teilnehmer der Abstiegsrelegation feststehenden VfR Garching den bislang höchsten Saisonsieg ein. Dadurch konnte sich das Team von Trainer Karl Schreitmüller die Gefahrenzone auf fünf Punkte distanzieren. Simon Gruber (12./19.) und ein Eigentor von Quentin Kehl (26.) sorgten für eine zunächst vermeintlich komfortable Führung. Roman Gertsmann (30./52.) ließ die Gäste wieder auf etwas Zählbares hoffen. Erneut Gruber (73.) sowie Jens Schüler (81.) und der eingewechselte Luka Pesut (89.) machten den Erfolg für Nördlingen perfekt.
Türkspor Augsburg - FC Deisenhofen 0:2 (0:1)
Der FC Deisenhofen hat den Klassenverbleib nun endgültig in trockene Tücher gebracht. Die Mannschaft von FCD-Trainer Andreas Pummer behielt bei Türkspor Augsburg, der als Teilnehmer der Abstiegsrelegation feststeht, 2:0 (1:0) die Oberhand. Mit nun 43 Punkten auf dem Konto kann Deisenhofen nicht mehr in die Gefahrenzone abrutschen. Bedanken können sich die Gäste vor allem bei Michael Bachhuber (13./82.), der mit seinem Doppelpack den elften Sieg in der laufenden Spielzeit perfekt machte und damit auch die letzten Zweifel über den Klassenverbleib beseitigte.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
34 | 22 | 7 | 5 | 73:36 | 37 | 73 |
| 2. |
|
34 | 18 | 9 | 7 | 51:36 | 15 | 63 |
| 3. |
|
34 | 18 | 6 | 10 | 70:45 | 25 | 60 |
| 4. |
|
34 | 17 | 9 | 8 | 64:39 | 25 | 60 |
| 5. |
|
34 | 19 | 3 | 12 | 57:44 | 13 | 60 |
| 6. |
|
34 | 16 | 10 | 8 | 56:45 | 11 | 58 |
| 7. |
|
34 | 15 | 9 | 10 | 63:52 | 11 | 54 |
| 8. |
|
34 | 13 | 14 | 7 | 56:40 | 16 | 53 |
| 9. |
|
34 | 15 | 5 | 14 | 50:47 | 3 | 50 |
| 10. |
|
34 | 14 | 8 | 12 | 47:52 | -5 | 50 |
| 11. |
|
34 | 13 | 7 | 14 | 66:64 | 2 | 46 |
| 12. |
|
34 | 11 | 11 | 12 | 56:47 | 9 | 44 |
| 13. |
|
34 | 10 | 12 | 12 | 42:36 | 6 | 42 |
| 14. |
|
34 | 11 | 7 | 16 | 45:61 | -16 | 40 |
| 15. |
|
34 | 9 | 7 | 18 | 35:56 | -21 | 34 |
| 16. |
|
34 | 6 | 5 | 23 | 38:79 | -41 | 23 |
| 17. |
|
34 | 5 | 6 | 23 | 37:83 | -46 | 21 |
| 18. |
|
34 | 2 | 9 | 23 | 35:79 | -44 | 15 |