Die neue Spielzeit 2023/2024 in der Bayernliga Süd steht vor der Tür. Schon am Freitag, 21. Juli, beginnt der erste Spieltag. Den Startschuss geben der SV Kirchanschöring und der TSV Rain/Lech, Absteiger aus der Regionalliga Bayern, im Eröffnungsspiel, das ab 19 Uhr über die Bühne geht. Im Gegensatz zur Bayernliga Nord bleibt es im Süden bei 18 Vereinen.
Wie schon in der abgelaufenen Spielzeit legt auch die Bayernliga Süd mit einer "englischen Woche" los. Nach zehn Tagen werden bereits die ersten drei Runden absolviert sein. Gut möglich, dass dann zumindest schon eine erste Tendenz erkennbar sein könnte, welche Teams den Blick in der Tabelle nach ganz oben richten können.
Drei Regionalliga-Absteiger treten im Süden an
Anwärter für die Plätze in der Spitzengruppe gibt es dabei sicherlich genug. Das liegt auch daran, dass mit dem TSV Rain/Lech, dem SV Heimstetten und dem FC Pipinsried insgesamt sogar drei Teams aus der Regionalliga Bayern in die Bayernliga Süd abgestiegen sind. Zumindest für den FC Pipinsried ist es noch gar nicht allzu lange her, dass er zuletzt in der 5. Liga vertreten war. In der "Corona-Saison" 2019/2021, die sich wegen der Corona-Pandemie über zwei Jahre zog, profitierte der FCP auch davon, dass die Spielzeit dann doch bereits nach 26 Runden abgebrochen werden musste. Als souveräner Tabellenführer zu diesem Zeitpunkt schaffte Pipinsried die Rückkehr in die Regionalliga.
Einige Jahre länger war der TSV Rain/Lech nicht mehr in der Bayernliga vertreten. Nach dem Aufstieg im Jahr 2019 dauerte das "Abenteuer" in der 4. Liga vier Jahre. Nun geht es für den TSV aber in der 5. Liga wieder um Punkte. Der SV Heimstetten kehrt dagegen nach fünf Jahren Abstinenz in die Süd-Staffel der Bayernliga zurück. Dort durfte der SVH im Jahr 2018 die Meisterschaft und damit auch den Aufstieg bejubeln.
Sonthofen ist zurück - Kirchheim fiebert Derby entgegen
Zurück in der Bayernliga Süd ist auch der 1. FC Sonthofen. Allerdings kommt Sonthofen nicht wie die drei zuvor genannten Vereine aus der Regionalliga, sondern setzte sich in der abgelaufenen Spielzeit in der Landesliga Südwest an die Spitze und schaffte damit die Rückkehr in die 5. Liga. Vor dem Abstieg aus der Bayernliga in der Saison 2018/2019 war der 1. FCS insgesamt sieben Jahre in der 5. Liga vertreten. In der Premieren-Spielzeit 2012/2013 der Bayernliga Süd in ihrer aktuellen Form war Sonthofen Gründungsmitglied.
Neuland betritt dagegen der Kirchheimer SC. Der Titelträger der Landesliga Südost ist erstmals in die fünfthöchste Spielklasse aufgestiegen. "Vater des Erfolges" ist Steven Toy. Der 34-Jährige, der unter anderem in der Nachwuchsabteilung der SpVgg Unterhaching und auch für den benachbarten SV Heimstetten am Ball war, ist bereits seit 2015 Spielertrainer der Kirchheimer. Vor allem die Vorfreude auf das Derby bei dem nur rund zwei Kilometer entfernten SVH, das bereits zum Saisonstart im Sportpark Heimstetten über die Bühne geht (Samstag, 22. Juli, 17 Uhr), ist dabei riesig.
Kurze Wege rund um München - Nördlingen viel unterwegs
Aber auch sonst wird es in und rund um die Landeshauptstadt München noch zu einigen weiteren Nachbarschaftsduellen kommen. Allein sechs Vereine - also genau ein Drittel aller Süd-Klubs - gehören dem Fußballkreis München an. Neben Heimstetten und Kirchheim treffen am 1. Spieltag mit dem TSV 1860 München II und dem VfR Garching (Sonntag, 23. Juli, 14 Uhr) zwei weitere Klubs der Region aufeinander.
Sehr oft weite Strecken muss dagegen der TSV 1861 Nördlingen absolvieren. Nördlingen an der Grenze zu Baden-Württemberg und den SV Kirchanschöring im südöstlichen Bayern an der Grenze zum Nachbarland Österreich trennen beispielsweise rund 270 Kilometer voneinander. Aufsteiger 1. FC Sonthofen ist rund 200 Kilometer entfernt. Auch bis zu den Gegnern im Raum München beträgt die Entfernung etwa 140 Kilometer. Zum Vergleich: Der VfB Eichstätt ist nur 70 Kilometer entfernt, gehört aber der Nord-Staffel an.
Landsbergs Ex-Profis haben Toreschießen nicht verlernt
Einen erneuten Anlauf auf den Aufstieg in die Regionalliga Bayern will der TSV 1882 Landsberg unternehmen. Dort hat ein ehemaliges Profi-Duo wieder zusammengefunden. Sascha Mölders und Nico Karger, die zwischen 2015 und 2020 für den TSV 1860 München insgesamt 77-mal von der 2. Bundesliga über die 3. Liga bis hin zur Regionalliga Bayern gemeinsam auf dem Platz gestanden hatten, sind jetzt in Landsberg wieder vereint.
Der mittlerweile 38 Jahre alte Mölders bleibt dabei weiterhin gemeinsam mit Mike Hutterer Spielertrainer der Landsberger. Nico Karger (30) wechselt vom Ligakonkurrenten FC Deisenhofen zum TSV. Dass beide das Toreschießen nicht verlernt haben, zeigt bereits ein Blick auf die Torjägerliste in der zurückliegenden Spielzeit. Mit 25 Treffern landete Mölders hinter Julian Kania (26 Tore/TSV Schwaben Augsburg) auf dem zweiten Rang, dicht gefolgt von Nico Karger (21 Treffer). Jetzt können beide wieder gemeinsam stürmen.
FC Gundelfingen: Neuer Trainer nach einer Woche weg
Frischen Wind gibt es auch bei einigen Klubs an der Seitenlinie. Erst kürzlich wurde auch der FC 1920 Gundelfingen auf der Suche nach einem neuen Trainer fündig. Dort trat Jasmin Suvalic die Nachfolge von Stefan Anderl an, nachdem sich der zuvor verpflichtete Sven Ackermann nach nur einer Woche Tätigkeit schon wieder als Co-Trainer zu den Stuttgarter Kickers (Aufsteiger in die Regionalliga Südwest) verabschiedet hatte.
Noch vor Stefan Anderl hatte Martin Weng den FCG betreut. Der 38-Jährige schloss sich jetzt dem FC Pipinsried an, nachdem er in der abgelaufenen Saison noch für den TSV Rain/Lech in der Regionalliga in der Verantwortung stand. Dort wurde jetzt der 25-jährige Ex-Stürmer Tjark Dannemann (zuletzt Trainer der zweiten Mannschaft) zum neuen "Chef" befördert. Gleiches gilt auch für Roman Langer, der beim SV Heimstetten bisher Assistent von Christoph Schmitt war. Außerdem ist Ajet Abazi (zuvor SV Mering) neu bei Türkspor Augsburg. Er folgt auf Übergangstrainer Servet Bozdag, der das Team in der Relegation noch zum Klassenverbleib geführt hatte.
Die 18 Klubs der Bayernliga Süd in der Saison 2023/2024: 1. FC Sonthofen, FC 1920 Gundelfingen, FC Deisenhofen, FC Ismaning, FC Pipinsried, Kirchheimer SC, SV Erlbach, SV Heimstetten, SV Kirchanschöring, TSV 1860 München II, TSV 1861 Nördlingen, TSV 1874 Kottern, TSV 1882 Landsberg, TSV Dachau 1865, TSV Rain/Lech, TSV Schwaben Augsburg, Türkspor Augsburg, VfR Garching
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
34 | 21 | 6 | 7 | 50:28 | 22 | 69 |
| 2. |
|
34 | 21 | 5 | 8 | 64:37 | 27 | 68 |
| 3. |
|
34 | 20 | 7 | 7 | 76:35 | 41 | 67 |
| 4. |
|
34 | 21 | 3 | 10 | 86:52 | 34 | 66 |
| 5. |
|
34 | 18 | 9 | 7 | 68:37 | 31 | 63 |
| 6. |
|
34 | 17 | 7 | 10 | 66:50 | 16 | 58 |
| 7. |
|
34 | 16 | 7 | 11 | 62:49 | 13 | 55 |
| 8. |
|
34 | 12 | 11 | 11 | 47:41 | 6 | 47 |
| 9. |
|
34 | 12 | 11 | 11 | 59:53 | 6 | 47 |
| 10. |
|
34 | 13 | 6 | 15 | 53:50 | 3 | 45 |
| 11. |
|
34 | 13 | 5 | 16 | 43:54 | -11 | 44 |
| 12. |
|
34 | 12 | 7 | 15 | 38:49 | -11 | 43 |
| 13. |
|
34 | 12 | 7 | 15 | 44:62 | -18 | 43 |
| 14. |
|
34 | 12 | 5 | 17 | 53:69 | -16 | 41 |
| 15. |
|
34 | 10 | 5 | 19 | 40:57 | -17 | 35 |
| 16. |
|
34 | 6 | 11 | 17 | 29:52 | -23 | 29 |
| 17. |
|
34 | 6 | 4 | 24 | 37:86 | -49 | 22 |
| 18. |
|
34 | 3 | 6 | 25 | 38:92 | -54 | 15 |