Die Bayernliga Süd startet mit dem 23. Spieltag in ihre heiße Phase. Gleich zum Auftakt kommt es am Freitagabend ab 19 Uhr zum Verfolgerduell zwischen dem SV Erlbach und dem SV Kirchanschöring. Wohl nur der Sieger dieses Duells kann den Anschluss an die Spitzenplätze halten. Ab 19.30 Uhr stehen sich dann die beiden Aufsteiger FC Sportfreunde Schwaig und TuS Geretsried, die beide gutge Chancen auf den Klassenverbleib besitzen, im direkten Vergleich gegenüber.
Der Großteil der Runde geht wie gewohnt am Samstag über die Bühne. Ligaprimus TSV 1860 München U21 ist ab 14 Uhr beim SV Schalding-Heining zu Gast. Sein punktgleicher Verfolger TSV 1882 Landsberg spielt zeitgleich bei Türkspor Augsburg vor. Parallel dazu hat der Tabellenvierte FC Deisenhofen den FC Sturm Hauzenberg zu Gast.
Die verbleibenden drei Begegnungen finden dann ab 15 Uhr statt. Für den FC Pipinsried wird es nach fast vier Monaten Pause im Heimspiel gegen den FC Ismaning erstmals wieder ernst. Schlusslicht Türkgücü München benötigt gegen den TSV 1861 Nördlingen dringend Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Außerdem trifft der FC 1920 Gundelfingen auf den SV Heimstetten. Der abstiegsbedrohte TSV 1874 Kottern hat in dieser Runde spielfrei.
"Natürlich ist das ein besonderes Spiel. Wir müssen gleich zu 100 Prozent voll da sein", macht Christoph Huber, Sportlicher Leiter beim SV Erlbach, die Bedeutung des Duells mit dem SV Kirchanschöring klar. "Das gilt vor allem, weil Kirchanschöring am Wochenende bereits ein Spiel bestritten und gewonnen hat. Jetzt steht ein Topspiel an - sowohl tabellarisch als auch als Südost-Derby in der Bayernliga. Wir wollen uns mit einem Erfolg im vorderen Drittel festsetzen." Bis auf Pascal Linhart, der sich noch im Aufbautraining, befindet, stehen dem SVE alle Spieler zur Verfügung. Die Gäste aus Kirchanschöring sind mit einem Erfolgserlebnis gegen Türkspor Augsburg (2:0) in das neue Jahr gestartet. Durch zwei späte Tore hatte sich der SV Kirchanschöring im ersten Duell vor eigenem Publikum 2:0 durchgesetzt.
Es ist ein Duell zweier Mannschaften, die zwar ein Polster auf die Gefahrenzone aufweisen, aber noch nicht auf der sicheren Seite sind. Die beiden Aufsteiger FC Sportfreunde Schwaig und TuS Geretsried kämpfen darum, sich weiter von der unteren Tabellenregion zu entfernen. Während die Sportfreunde zum Jahresauftakt eine 0:3-Niederlage beim Spitzenreiter TSV 1860 München U21 hinnehmen mussten, rückte der TuS durch den 2:1-Heimsieg gegen den FC 1920 Gundelfingen bis auf einen Zähler an den Mitaufsteiger aus Schwaig heran. Im ersten Aufeinandertreffen gab es keinen Sieger. Das Hinspiel endete 1:1.
Der FC Sturm Hauzenberg, der an diesem Wochenende beim FC Deisenhofen zu Gast ist, steckt trotz der ungewissen Ligazugehörigkeit bereits mitten in den Planungen für die neue Saison. Nun konnten die Hauzenberger mit Leandro Miller (kommt vom 1. FC Passau) einen weiteren Transfer tätigen. Zuvor hatte sich der FC Sturm bereits die Dienste von Jan Leimpek (TSV Mauth), Jonas Windpassinger (FC Obernzell-Erlau) und Julian Bauer (TSV Waldkirchen) gesichert. Außerdem gab am vergangenen Wochenende der 18-jährige Florian Scharringer gegen Türkgücü München (1:0) sein Debüt zwischen den Pfosten. Durch den Dreier verließ der FC Sturm zumindest die direkten Abstiegsplätze. Die Hausherren aus Deisenhofen wollen nach der jüngsten 2:4-Niederlage im Top-Spiel beim Titelkandidaten TSV 1882 Landsberg wieder in die Erfolgsspur finden und Anschluss an die Tabellenspitze halten. Das Hinspiel in Hauzenberg endete 2:1 für den FCD.
Für die Begegnung mit Meisterschaftsanwärter TSV 1882 Landsberg muss Türkspor Augsburg personell umbauen. Berkan Aydin ist nicht mit dabei, weil er am zurückliegenden Wochenende im Spiel beim SV Kirchanschöring (0:2) die Rote Karte gesehen hatte. Durch die vierte Niederlage nacheinander rutschte Türkspor auf einen direkten Abstiegsplatz. Für die Gäste aus Landsberg läuft es derzeit nahezu optimal. Aus den zurückliegenden sieben Begegnungen holte der TSV 17 von 21 möglichen Zählern und ist weiterhin punktgleich mit Spitzenreiter TSV 1860 München U21. In der Hinrunde kamen die Landsberger gegen Türkspor Augsburg allerdings nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.
Der SV Schalding-Heining kommt in dieser Saison nicht so recht in Fahrt. Statt Hoffnungen auf die Rückkehr in die Regionalliga Bayern zu hegen, müssen die als Meisterschaftsanwärter gestarteten Passauer die Blicke in der Tabelle nach unten richten. Das Polster auf die möglichen Abstiegsplätze beträgt nach zuletzt zwei Niederlagen gerade einmal acht Zähler. Außerdem steht nun ein schweres Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast ist Spitzenreiter TSV 1860 München U21. Zuletzt sicherte sich der 1860-Nachwuchs zwei Siege am Stück, ohne dabei ein Gegentor zu kassieren. Die "Junglöwen" bezwangen Schalding-Heining im ersten Duell 2:0.
Der FC Pipinsried, der zum Auftakt in das neue Jahr den FC Ismaning zu Gast hat, hat die gut dreimonatige Pause genutzt, um seinen Kader aufzubessern. So wechselte mit Dustin Kothmair ein 20-jähriger Innenverteidiger vom Landesligisten TSV Jetzendorf nach Pipinsried. "Nachdem unser Innenverteidiger Felix Popp aus beruflichen Gründen kürzertreten muss, sind wir froh, dass wir den Wechsel vom Dustin bereits im Winter vorziehen konnten", freute sich Pipinsrieds Sportlicher Leiter Johannes Müller. Im ersten Ligaspiel nach exakt 112 Tagen, also fast vier Monaten, will der FCP gegen Ismaning den Rückstand zur Spitze verringern. Aktuell liegen zwölf Punkte zwischen Pipinsried und dem punktgleichen Duo TSV 1860 München U21 und TSV 1882 Landsberg an der Spitze. Allerdings hat Pipinsried auch drei Spiele weniger als beide Titelkonkurrenten absolviert. In der Hinrunde hatte der FCP einen zwischenzeitlichen 3:0-Vorsprung in Ismaning noch aus der Hand gegeben. Am Ende trennten sich die beiden Teams 3:3.
Der TSV 1860 Nördlingen blickt vor dem Gastspiel bei Schlusslicht Türkgücü München auf eine gute Form zurück. Die Nördlinger sind seit sieben Begegnungen (fünf Siege, zwei Unentschieden) ungeschlagen. Daran soll sich auch im Duell mit dem früheren Drittligisten möglichst nichts ändern. Der letzte Dreier von Türkgücü München liegt bereits sechs Monate zurück. Anfang September hatte sich der Regionalliga-Absteiger gegen den TuS Geretsried (1:0) durchgesetzt. Seitdem gab es zwölf Partien ohne Sieg (zwei Punkte). Trotz zwischenzeitlicher Führung unterlagen die Münchner im Hinspiel auswärts 1:3.
"Ich bin sehr zufrieden, wie wir aufgetreten sind. Wir waren von der ersten Minute an brutal scharf und griffig. Das hat viel Spaß gemacht", lobte Sarah Romert, Trainerin des SV Heimstetten, ihre Mannschaft nach dem deutlichen Sieg zum Start ins neue Fußballjahr gegen den TSV 1874 Kottern (3:0). "In der ersten Halbzeit haben wir gefühlt keinen einzigen Zweikampf verloren. Das war wirklich sehr gut, was wir da gespielt haben", so Romert weiter. Den Schwung will ihr Team nun auch mit in das Gastspiel beim FC 1920 Gundelfingen mitnehmen und im besten Fall den dritten Sieg in Serie nachlegen. Gundelfingen kassierte zuletzt zwei Niederlagen am Stück. In der Hinserie setzte sich der FCG allerdings in Heimstetten 2:1 durch.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
20 | 13 | 3 | 4 | 42:16 | 26 | 42 |
| 2. |
|
20 | 12 | 6 | 2 | 53:28 | 25 | 42 |
| 3. |
|
19 | 10 | 6 | 3 | 44:18 | 26 | 36 |
| 4. |
|
19 | 10 | 4 | 5 | 30:29 | 1 | 34 |
| 5. |
|
19 | 10 | 4 | 5 | 26:17 | 9 | 34 |
| 6. |
|
21 | 9 | 5 | 7 | 44:32 | 12 | 32 |
| 7. |
|
17 | 9 | 3 | 5 | 33:23 | 10 | 30 |
| 8. |
|
19 | 7 | 7 | 5 | 38:40 | -2 | 28 |
| 9. |
|
18 | 7 | 6 | 5 | 29:20 | 9 | 27 |
| 10. |
|
20 | 7 | 5 | 8 | 30:34 | -4 | 26 |
| 11. |
|
19 | 7 | 5 | 7 | 31:31 | 0 | 26 |
| 12. |
|
20 | 7 | 4 | 9 | 27:35 | -8 | 25 |
| 13. |
|
19 | 5 | 7 | 7 | 30:37 | -7 | 22 |
| 14. |
|
19 | 5 | 3 | 11 | 21:36 | -15 | 18 |
| 15. |
|
19 | 4 | 1 | 14 | 13:37 | -24 | 13 |
| 16. |
|
20 | 3 | 3 | 14 | 17:41 | -24 | 12 |
| 17. |
|
20 | 2 | 2 | 16 | 13:47 | -34 | 8 |