Die Fans der Bayernliga Süd freuen sich auf den 32. Spieltag. Am Wochenende rund um den Maifeiertag kann es zu wichtigen Entscheidungen kommen. Weil der "Tag der Arbeit" auf einen Freitag fällt, beginnt die Runde bereits einen Tag früher am Donnerstag. Dabei finden zwei Partien gleichzeitig ab 19.30 Uhr statt. Ligaprimus TSV 1860 München U21 empfängt den abstiegsbedrohten FC Sturm Hauzenberg und will einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Außerdem ist der Aufstiegskandidat SV Erlbach beim FC Sportfreunde Schwaig zu Gast.
Weiter geht es dann am 1. Mai ab 13 Uhr. Dabei ist der TSV 1882 Landsberg beim TuS Geretsried zu Gast. Der Tabellenzweite aus Landsberg steht bereits als sportlicher Aufsteiger fest, weil die U21 des TSV 1860 München den Gang in die Regionalliga Bayern nicht antreten darf. Der Grund: Die Profis der "Löwen" haben den angestrebten Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasst und werden auch in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen. Von den Klubs, die ebenfalls beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) die Bewerbungsunterlagen für die neue Regionalliga-Saison eingereicht haben (SV Kirchanschöring, SV Erlbach und FC Pipinsried) können die Landsberger nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz verdrängt werden.
Die weiteren fünf Partien gehen wie gewohnt am Samstag über die Bühne. Im tabellarischen Spitzenspiel stehen sich ab 14 Uhr der SV Heimstetten und der SV Kirchanschöring gegenüber. Gleichzeitig trifft der FC Ismaning auf den TSV 1861 Nördlingen und Türkspor Augsburg ist in einem Kellerduell beim SV Schalding-Heining zu Gast. Ab 15 Uhr trifft Schlusslicht Türkgücü München auf den TSV 1874 Kottern. Abgeschlossen wird die Runde ab 17 Uhr mit dem Duell zwischen dem FC Pipinsried und dem FC Deisenhofen. Der FC 1920 Gundelfingen hat an diesem Wochenende spielfrei.
"Es war ein komisches Spiel mit langen Unterbrechungen", sagte Alper Kayabunar, Trainer der U21 des TSV 1860 München, nach dem Top-Spiel gegen den Verfolger TSV 1882 Landsberg (1:1). "Es ging los mit den beiden Landsberger Spielern, die bei einem Zusammenprall Platzwunden erlitten hatten. Und dann natürlich aus unserer Sicht Max Jägerbauer, der sich schwerer verletzt hat und dann so lange auf dem Platz liegen bleiben musste, bis der Krankenwagen kam", so Kayabunar. "Dennoch haben die Jungs das dann gut gemacht, gerade nach der zweiten Verletzungspause war es ein echt gutes Spiel von uns." Nun geht es für die "Junglöwen" ohne Max Jägerbauer (Schulter ausgekugelt) mit dem Duell gegen den abstiegsbedrohten FC Sturm Hauzenberg weiter. Der Aufsteiger hat drei Spiele vor Schluss fünf Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. Das "rettende Ufer" ist für die Hauzenberger aberf nicht mehr erreichbar. Das Hinspiel hatten die Münchner 1:0 für sich entschieden. Bereits am kommenden Dienstag ist der 1860-Nachwuchs dann wieder im Einsatz. Im letzten Nachholspiel der Saison ist der TSV beim FC Gundelfingen im Einsatz. Sollten dem Ligaprimus zwei Siege gelingen, dann wäre der Gewinn der Meisterschaft perfekt.
Im Rennen um den möglichen Aufstieg führt der Weg des SV Erlbach zum FC Sportfreunde Schwaig. Die Hausherren haben sich am zurückliegenden Wochenende endgültig in Sicherheit gebracht (4:0 bei Türkspor Augsburg) und haben damit das Ticket für eine weitere Spielzeit in der 5. Liga sicher. Für den SVE ist der direkte Aufstieg nicht mehr möglich. Einzig die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation ist trotz des aktuellen sechsten Tabellenplatzes noch durchaus realistisch. Der Rückstand auf den direkten Konkurrenten SV Kirchanschöring beträgt nur zwei Punkte. Das erste Duell mit den Sportfreunden gewann der SVE 1:0.
Es ist ein Duell, an dem am Ende vielleicht beide Klubs Grund zum Jubeln haben könnten, wenn sich der TuS Geretsried und der TSV 1882 Landsberg gegenüberstehen. Die Gäste aus Landsberg, die seit 16 Begegnungen nicht mehr verloren haben, stehen bereits als sportlicher Aufsteiger in die Regionalliga Bayern fest, können aber mit einem Dreier in Geretsried die Chance auf die Meisterschaft wahren. Im Kampf um den vorzeitigen Klassenverbleib befindet sich auch der TuS kurz vor der Ziellinie. Bei drei ausstehenden Begegnungen hat Geretsried einen komfortablen Vorsprung von acht Zählern auf die Gefahrenzone. In der Hinrunde gewann der TSV 1882 Landsberg sein Heimspiel gegen den TuS Geretsried 2:1.
Im Duell mit dem TSV 1861 Nördlingen könnte der FC Ismaning den vielleicht schon letzten Schritt machen, um das Ticket für eine weitere Spielzeit in der Bayernliga Süd zu lösen. Derzeit rangiert der FCI sechs Punkte vor dem TSV 1874 Kottern, der den ersten Relegationsplatz belegt. Nur eine Woche nach dem Nördlingen-Spiel könnte es sonst noch zu einem nervenaufreibenden Kellerduell kommen. Dann hat der FC Ismaning nämlich Kottern zu Gast. Damit es gar nicht erst zu einem brenzligen Aufeinandertreffen kommt, will der FCI jetzt schon das Polster im besten Fall vergrößern. Im Herbst behielt der TSV 2:1 die Oberhand.
Es ist das tabellarische Spitzenspiel des 32. Spieltagse, wenn sich der SV Heimstetten und der SV Kirchanschöring im direkten Duell gegenüberstehen. Die Form spricht dabei mehr für die Hausherren. Seit mittlerweile zehn Begegnungen hat die Mannschaft von SVH-Trainerin Sarah Romert nicht mehr verloren. In diesem Zeitraum sicherte sich der SVH sieben Siege und drei Unentschieden. Den Gästen aus Kirchanschöring scheint dagegen im Endspurt ein wenig die Luft auszugehen. Aus den zurückliegenden drei Begegnungen holte der SVK nur einen Zähler, hat im Rennen um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation immer noch die besten Karten. Einen deutlichen Sieger gab es im ersten Duell. Die Partie ging 3:1 für Kirchanschöring aus.
Drei Punkte aus den zurückliegenden sieben Begegnungen: Die Luft für den SV Schalding-Heining, der an diesem Wochenende den Tabellenvorletzten Türkspor Augsburg empfängt, wird im Saisonendspurt noch einmal deutlich dünner, als es dem Verein sicherlich lieb sein kann. Der Abstand zur Gefahrenzone der Liga ist auf fünf Zähler zusammengeschmolzen. Erschwerend hinzu kommt für den SVS, dass er in der letzten Runde spielfrei hat. Das bedeutet: Um nicht mehr am letzten Spieltag auf der Couch bangen zu müssen, muss der frühere Regionalligist die notwendigen Punkte bereits zuvor einsammeln. Noch dringender benötigen aber die Augsburger ein Erfolgserlebnis. Aktuell fehlen den Schwaben fünf Punkte zu einem Relegationsplatz. Eine Niederlage am Reuthinger Weg in Passau könnte schon den Abstieg bedeuten. Das erste Duell endete 2:1 für den SVS.
Es ist das Kellerduell des Spieltages, das sowohl für Türkgücü München als auch für den TSV 1874 Kottern entscheidend sein kann. Während für die Hausherren die Hoffnungen auf den Klassenverbleib bei neun Punkten Rückstand nur noch von theoretischer Natur sind, hat Kottern noch den direkten Klassenverbleib vor Augen. Fünf Zähler liegt Kottern hinter dem SV Schalding-Heining, der wiederum auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz steht. Im schlechtesten Fall könnte am Ende des Spieltages sowohl der Abstieg für Türkgücü als auch die Teilnahme an der Relegation für Kottern feststehen. Dank der Treffer von Christopher Duchardt und Matthias Jocham gewann der TSV in der Hinrunde gegen Türkgücü 2:0.
Mit dem wichtigen Sieg unter der Woche im Nachholspiel beim TSV 1861 Nördlingen (2:1) hielt der FC Pipinsried die Hoffnung auf die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation am Leben. Nun will der FCP mit einem weiteren Dreier gegen den direkten Tabellennachbarn FC Deisenhofen den nächsten Schritt machen, um den Rückstand zum direkten Konkurrenten SV Kirchanschöring möglichst zu verkürzen. Unabhängig von der künftigen Ligazugehörigkeit wird Ex-Profi Nico Karger den FCP im Sommer verlassen und sich dem unterklassigen SV Nord-Lerchenau anschließen. Für den FCD, der zuletzt fünf Unentschieden in Folge hingelegt hatte, geht es darum, wieder einen Dreier einzufahren. In der Hinserie bezwang der FCD die Pipinsrieder 2:1.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
28 | 19 | 5 | 4 | 66:20 | 46 | 62 |
| 2. |
|
29 | 16 | 11 | 2 | 71:38 | 33 | 59 |
| 3. |
|
29 | 14 | 8 | 7 | 59:37 | 22 | 50 |
| 4. |
|
29 | 14 | 7 | 8 | 45:28 | 17 | 49 |
| 5. |
|
29 | 13 | 10 | 6 | 59:31 | 28 | 49 |
| 6. |
|
29 | 14 | 5 | 10 | 38:33 | 5 | 47 |
| 7. |
|
29 | 12 | 10 | 7 | 39:40 | -1 | 46 |
| 8. |
|
29 | 13 | 7 | 9 | 50:32 | 18 | 46 |
| 9. |
|
29 | 11 | 11 | 7 | 56:50 | 6 | 44 |
| 10. |
|
30 | 11 | 9 | 10 | 44:41 | 3 | 42 |
| 11. |
|
29 | 10 | 8 | 11 | 40:42 | -2 | 38 |
| 12. |
|
29 | 9 | 9 | 11 | 42:51 | -9 | 36 |
| 13. |
|
30 | 8 | 11 | 11 | 40:48 | -8 | 35 |
| 14. |
|
29 | 8 | 6 | 15 | 35:51 | -16 | 30 |
| 15. |
|
29 | 5 | 4 | 20 | 21:59 | -38 | 19 |
| 16. |
|
29 | 3 | 5 | 21 | 22:73 | -51 | 14 |
| 17. |
|
29 | 2 | 4 | 23 | 16:69 | -53 | 10 |