In der Bayernliga Süd steht an diesem Wochenende der 24. Spieltag auf dem Programm. Eingeläutet wird die Runde mit einer Begegnung am Freitagabend ab 19 Uhr. In einem Top-Spiel stehen sich dabei der Tabellenzweite TSV 1882 Landsberg und der fünftplatzierte SV Erlbach gegenüber. Schon ein Remis wurde den Hausherren zum vorläufigen Sprung auf Platz eins reichen.
Wie gewohnt geht der Großteil des Spieltages am Samstag über die Bühne. Zur ungewohnten Uhrzeit um 12 Uhr fordert Meisterschaftsaspirant TSV 1860 München U21 in einer weiteren Spitzenpartie den FC Pipinsried heraus. Gleich vier Begegnungen werden um 14 Uhr angepfiffen. Zum Kellerduell kommt es dabei zwischen dem FC Sturm Hauzenberg und Türkspor Augsburg. Schlusslicht Türkgücü München ist gleichzeitig beim FC Ismaning zu Gast. Außerdem fordert der SV Heimstetten den FC Sportfreunde Schwaig heraus und der SV Schalding-Heining gastiert beim TuS Geretsried.
Der FC 1920 Gundelfingen empfängt ab 15 Uhr den abstiegsbedrohten TSV 1874 Kottern. Ab 15.30 Uhr schließt der Tabellendritte FC Deisenhofen beim TSV 1861 Nördlingen die Runde ab. Der SV Kirchanschöring hat an diesem Wochenende spielfrei.
Beim Tabellenzweiten TSV 1882 Landsberg kam es vor dem Duell mit dem Verfolger SV Erlbach zu einer Änderung hinter den Kulissen. Nico Held trat mit sofortiger Wirkung als Vorstand Finanzen und auch als Abteilungsleiter Fußball zurück. Sportlich allerdings ist der TSV nach wie vor auf Kurs, auch wenn es zuletzt bei Türkspor Augsburg nur zu einem Reis (2:2) reichte. Seit acht Spieltagen gab es keine Niederlage mehr. Die Gäste aus Erlbach wittern ebenfalls ihre Chance auf die Spitzenplätze. Der Rückstand auf Platz eins und zwei beträgt aktuell sechs Punkte. Allerdings haben die Erlbacher auch ein Spiel weniger absolviert als Landsberg und Spitzenreiter TSV 1860 München U21. Im Sommer gewann der SVE 2:1 gegen den TSV.
"Wir wollten gewinnen, deshalb bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden", ärgerte sich Alper Kayabunar, Trainer der U21 des TSV 1860 München, nach dem 2:2 beim SV Schalding-Heining. "Vor allem war das Ergebnis ärgerlich, weil wir zweimal geführt haben." Nun will der Ligaprimus im Heimspiel gegen den FC Pipinsried wieder einen Dreier einfahren. Zwar rangiert der FCP derzeit nur auf Rang sieben. Allerding ist das Tabellenbild ein wenig verzerrt. Zwölf Punkte liegt Pipinsried hinter den "Junglöwen". Allerdings hat der FCP auch drei Spiele weniger auf dem Konto. Das Hinspiel hatten die Münchner 2:0 für sich entschieden.
Rainer Elfinger, Trainer von Türkgücü München, hob nach der deutlichen Niederlage gegen den TSV 1861 Nördlingen (0:5) zunächst das Positive hervor. "In der ersten Halbzeit hat uns nur ein Tor gefehlt, das war unser Problem", so Elfinger. "Wir waren nicht nur über 20 Minuten am Drücker, sondern die komplette erste Halbzeit gehörte uns. Wir haben vieles richtig gemacht, dann aber den letzten Pass oft nicht genau genug gespielt oder zu lange mit dem Abschluss gewartet." Nun sind die Münchner zum Nachbarschaftsduell beim FC Ismaning zu Gast, der sich mit sieben Punkten aus den zurückliegenden drei Begegnungen Luft zu den möglichen Abstiegsrängen verschafft hat. Unter der Woche siegte der FCI in einem Nachholspiel beim FC Sportfreunde Schwaig 1:0. Auch das Hinspiel gegen Türkgücü entschied Ismaning 2:1 für sich.
Für den früheren Regionalligisten SV Schalding-Heining, der an diesem Wochenende beim Aufsteiger Tus Geretsried zu Gast ist, läuft es derzeit alles andere als rund. Aus den zurückliegenden drei Begegnungen konnten die Passauer lediglich einen Punkt einfahren. Dies soll sich nun in der Partie beim TuS Geretsried möglichst ändern. Sollten allerdings die Hausherren das Spiel für sich entscheiden, dann müsste der SVS den Blick in der Tabelle wohl eher nach unten werfen. Derzeit beträgt das Polster noch komfortable neun Zähler. Mit einem deutlichen 5:0-Heimsieg schickte Schalding-Heining den Aufsteiger aus Geretsried im Hinspiel wieder auf die Rückreise.
Drei Spiele, drei Siege: Die jüngste Bilanz des SV Heimstetten kann sich durchaus sehen lassen. Durch den jüngsten Aufwärtstrend wahrte die Mannschaft von SVH-Trainerin Sarah Romert die Hoffnungen, noch in das Rennen um die Spitzenplätze eingreifen zu können. Der Rückstand auf Platz eins und zwei beträgt acht Punkte. Der dritte Rang (aktuell SV Deisenhofen), der unter Umständen auch noch die Chance auf den Aufstieg eröffnen könnte, ist dagegen nur drei Zähler entfernt. Für die Sportfreunde aus Schwaig, die unter der Woche dem FC Ismaning im Nachholspiel 0:1 unterlagen, geht es vor allem darum, den Abstand zur Gefahrenzone der Liga zu halten oder sogar auszubauen Im Hinspiel sprang für den Liganeuling gegen Heimstetten ein 1:1 heraus.
Es ist das Kellerduell der 24. Runde, wenn sich der FC Sturm Hauzenberg und Türkspor Augsburg im direkten Aufeinandertreffen gegenüberstehen. Erst am vergangenen Wochenende waren die Augsburger durch das überraschende 2:2 gegen den TSV 1882 Landsberg wieder auf einen Relegationsplatz geklettert und hatten damit den nächsten Gegner FC Sturm Hauzenberg auf einen direkten Abstiegsplatz verdrängt. Beide Teams haben derzeit 13 Punkte auf dem Konto. Auch das erste Aufeinandertreffen in der Hinrunde endete ohne Sieger (1:1), so dass Türkspor aktuell wegen der um drei Treffer besseren Tordifferenz die Nase vorne hat.
"Wir hätten mindestens noch ein zweites Tor erzielen müssen", ärgerte sich Thomas Rudolph, Trainer des FC 1920 Gundelfingen, nach der 1:3-Niederlage vor heimischer Kulisse gegen den SV Heimstetten. "Genügend Chancen dazu waren da." Am Ende gaben die Hausherren eine 1:0-Halbzeitführung aber noch aus der Hand und kassierten die dritte Niederlage in Folge. Nun will der FCG im nächsten Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten TSV 1874 Kottern, der am letzten Wochenende spielfrei hatte, den Negativtrend beenden. Dank eines späten Treffers von Simon Achatz behielt Gundelfingen im Hinspiel 1:0 die Oberhand.
"Ich hatte vor dem Spiel noch ein ungutes Gefühl, weil man gegen das Schlusslicht nur schlecht aussehen kann und weil es das erste Spiel nach der Winterpause war", verriet Daniel Kerscher, Trainer des TSV 1861 Nördlingen, nach dem deutlichen 5:0-Auswärtserfolg beim Tabellenletzten Türkgücü München. "In den ersten 15 Minuten wurde mein Gefühl bestätigt, denn Türkgücü ließ uns nicht zur Entfaltung kommen. Mit zunehmender Spieldauer wurden wir aber immer sicherer und bekamen das Spiel besser in den Griff. Mit zwei Toren vor der Pause konnten wir uns für den Aufwärtstrend belohnen. Spätestens mit dem 4:0 war das Spiel dann entschieden. Der Sieg war schließlich auch in dieser Höhe verdient." Mit diesem Elan soll es jetzt auch im Heimspiel gegen den FC Deisenhofen mit dem nächsten Dreier klappen. Die Gäste waren noch unter der Woche im Verfolgerduell gegen den SV Kirchanschöring im Einsatz (1:1). Durch den Punktgewinn sicherte sich Deisenhofen im neuen Jahr schon sieben Zähler, verpasste aber die Chance, noch näher an die Tabellenspitze heranzurücken. Im Sommer wird Yasin Yilmaz, der zuletzt immer wieder von Wadenproblemen zurückgeworfen wurde, seine Karriere beenden und strebt einen Trainerposten an. In einer torreichen Begegnung trennten sich Deisenhofen und Nördlingen in der Hinserie 3:3.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
21 | 13 | 4 | 4 | 44:18 | 26 | 43 |
| 2. |
|
21 | 12 | 7 | 2 | 55:30 | 25 | 43 |
| 3. |
|
21 | 11 | 5 | 5 | 35:31 | 4 | 38 |
| 4. |
|
21 | 10 | 7 | 4 | 45:21 | 24 | 37 |
| 5. |
|
20 | 11 | 4 | 5 | 28:17 | 11 | 37 |
| 6. |
|
22 | 10 | 5 | 7 | 47:33 | 14 | 35 |
| 7. |
|
18 | 9 | 4 | 5 | 33:23 | 10 | 31 |
| 8. |
|
20 | 8 | 7 | 5 | 43:40 | 3 | 31 |
| 9. |
|
22 | 8 | 5 | 9 | 31:35 | -4 | 29 |
| 10. |
|
19 | 7 | 6 | 6 | 30:23 | 7 | 27 |
| 11. |
|
20 | 7 | 6 | 7 | 33:33 | 0 | 27 |
| 12. |
|
21 | 6 | 8 | 7 | 31:37 | -6 | 26 |
| 13. |
|
21 | 7 | 4 | 10 | 27:36 | -9 | 25 |
| 14. |
|
19 | 5 | 3 | 11 | 21:36 | -15 | 18 |
| 15. |
|
21 | 3 | 4 | 14 | 19:43 | -24 | 13 |
| 16. |
|
20 | 4 | 1 | 15 | 14:41 | -27 | 13 |
| 17. |
|
21 | 2 | 2 | 17 | 13:52 | -39 | 8 |