Pokal-Showdown um den Finaleinzug: An Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 14. Mai) kämpfen die vier besten Pokal-Teams der Saison 2025/26 ab 13 Uhr um das Ticket für das Endspiel im Hiscox Verbandspokal-Wettbewerb der Frauen. Landesligist SC Amicitia München empfängt Bayernligist FC Stern München zum zweiten Münchner Pokal- und Stadtderby in Serie. Im zweiten Halbfinale stehen sich Bayernligist 1. FFC Hof und Titelverteidiger SpVgg Greuther Fürth (Regionalliga Süd) gegenüber.
Der SC Amicitia München geht zwar als Landesligist nominell als Außenseiter in die Vorschlussrunde, hat sich aber in den bisherigen Runden zum Pokalschreck gemausert – und ausschließlich höherklassige Mannschaften aus dem Wettbewerb gekegelt. Nach einem knappen 7:6-Erfolg im Elfmeterschießen gegen den Bayernligisten TuS Bad Aibling zum Auftakt setzte sich die Mannschaft von Trainer Florian Albrecht im Achtelfinale mit 3:1 gegen den frisch gekürten Bayernliga-Meister FC Ruderting durch und sorgte im Viertelfinale mit einem 5:2-Erfolg (i.E.) gegen den Regionalligisten und Vorjahresfinalisten FFC Wacker München für die bislang größte Sensation der laufenden Pokalrunde – neue Nahrung für den Traum von der Teilnahme an der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal-Wettbewerb der Spielzeit 2026/27.
Im Halbfinale wartet jetzt das nächste Münchner Stadtderby auf der Sportanlage an der Dietrichstraße. Zu Gast ist am Donnerstag um 13 Uhr der Bayernligist FC Stern München, der mit dem BCF Wolfratshausen (4:1), dem FC Augsburg (8:0) und dem FC Ezelsdorf (2:1) bislang drei Landesligisten aus dem Weg geräumt hat. Für Amicitia wäre es die erste Finalteilnahme, der FC Stern stand 2015 bereits einmal im Endspiel, unterlag damals aber dem 1. FC Nürnberg mit 0:3.
Als Titelverteidiger geht Regionalligist SpVgg Greuther Fürth sicherlich als Favorit ins zweite Halbfinale gegen den Bayernligisten 1. FFC Hof. Die Mannschaft von Trainer Felix Bernhard hat sich nach dem letztjährigen Aufstieg in der Regionalliga Süd sofort eingelebt und den Klassenerhalt frühzeitig fix gemacht.
Auch im Pokal ließen die Mittelfränkinnen bislang nichts anbrennen und feierten im Achtel- und Viertelfinale ungefährdete Siege bei Landesligist TSV Buch (9:1) und Bayernligist FC Würzburger Kickers (4:0). Aber auch der 1. FFC Hof ist nach Siegen gegen die Landesligisten SV Neusorg (4:0) und Schwabthaler SV (6:4) sowie den Bayernligisten TSV Theuern (3:2) heiß auf die zweite Finalteilnahme nach 2022. Damals mussten sich die Oberfränkinnen dem FFC Wacker München mit 1:4 geschlagen geben.
"Natürlich ist Titelverteidiger und Regionalligist SpVgg Greuther Fürth in der Favoritenrolle – auch aufgrund der souveränen Auftritte in dieser Pokalsaison. Aber das heißt in Pokalduellen bekanntlich nichts: Sowohl der 1. FFC Hof als auch der SC Amicitia München haben gezeigt, wie unberechenbar dieser Wettbewerb ist. Amicitia hat als Landesligist bereits mehrere höherklassige Teams ausgeschaltet und geht mit großem Selbstvertrauen ins Stadtderby gegen Stern München. Es wird bis zum Schluss spannend bleiben", erklärt Verbands-Spielleiterin Kerstin Costa.
Für den Fall, dass sich in den beiden Halbfinals jeweils die Bayernligisten durchsetzen und dann zwei klassengleiche Mannschaften im Pokalfinale aufeinandertreffen würden, wird das Finale am 13. Juni 2026 in Hof gespielt. Ansonsten findet das Finale beim klassentieferen Finalisten statt. Der Sieger des Hiscox Verbandspokals zieht in die erste Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbs der Frauen 2026/27 ein. Als Siegprämie winken 500 Euro, der unterlegene Finalteilnehmer erhält 250 Euro.