An diesem Samstag (14. März) steht ab 10 Uhr in Kulmbach der oberfränkische Bezirkstag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) auf dem Programm. Es ist der dritte der insgesamt sieben Bezirkstage im BFV-Wahljahr. Zuletzt hatten bereits die Delegierten in Schwaben und Unterfranken ihre neuen Bezirks-Spitzen gewählt und wichtige Weichenstellungen vorgenommen. In der Stadthalle stellt sich nun der Fußball-Oberfranken für die neue Legislaturperiode auf. Bis zum 21. März folgen dann noch die Delegierten-Zusammenkünfte in Ober- und Niederbayern, der Oberpfalz und in Mittelfranken. Den Abschluss des BFV-Wahljahres bildet der 27. Ordentliche Verbandstage am 8. und 9. Mai 2026 im niederbayerischen Bad Gögging.
Im Fokus des Bezirkstags in der Dr.-Stammberger-Halle (Sutte 2, 95326 Kulmbach) steht vor allem die Wahl des Führungsteams, doch es ist auch die Meinung der Delegierten zu möglichen Reformen im Spielbetrieb und zu einem Vereinsantrag gefragt, außerdem ist über die nächsten Schritte der Kreis-Reform zu entscheiden. Wie schon zuvor bei den 22 Kreistagen und den zwei absolvierten Bezirkstagen wird BFV-Präsident Christoph Kern auch in Kulmbach vor Ort sein und zu den Delegierten sprechen.
In Kulmbach stellt sich Thomas Unger (61, Foto oben) aus Konradsreuth, der bereits seit Januar 2018 an der Spitze des Bezirks steht, erneut zur Wiederwahl als Vorsitzender. Ebenso kandidieren auch Gerald Schwan (68, seit 2014 im Amt) als Bezirks-Spielleiter und Klaus Schmalz (59, seit 2016 im Amt) als Bezirks-Jugendleiter für eine weitere Amtszeit. Fabian Röthig will als neuer Vorsitzender des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses die Nachfolge seines Vaters Jürgen Röthig antreten, der das Amt in der abgelaufenen Legislaturperiode innehatte. Ebenfalls neu zum Bezirks-Ausschuss hinzustoßen will Alexa Müller. Die 24-jährige Schiedsrichterin möchte als neue Bezirks-U30-Vertreterin Lennart Sollmann beerben.
Zudem sollen die Delegierten Stefan Klerner als alten und neuen Bezirks-Schiedsrichterobmann bestätigen. Jann Brauner wird im Nachgang des Bezirkstags dem BFV-Präsidium erneut als Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender zur Berufung vorgeschlagen werden. Ebenso wie ein noch zu benennender neuer Bezirks-Ehrenamtskoordinator oder eine -koordinatorin.
Bereits auf den oberfränkischen Kreistagen war die Kreis-Reform und der zwangsweise neue Zuschnitt der drei oberfränkischen Fußball-Kreise Thema. „Kriterium ist die Zahl der Vereine mit Herren-Mannschaften, die am aufstiegsberechtigten Spielbetrieb teilnehmen“, sagte Unger seinerzeit. Mindestens 100 Klubs sieht die BFV-Satzung vor, um einen eigeständigen Kreis bilden zu können. Aktuell liegen die Kreise Bamberg/Bayreuth/Kulmbach (164) sowie Coburg/Kronach/Lichtenfels (120) über der Sollzahl, während im Kreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel zuletzt 85 Vereine gezählt worden sind. Gemeinsam mit den Vereinen soll diese Reform vorbereitet und bei einem außerordentlichen Bezirkstag 2028 verabschiedet werden. Dieser Prozess soll am Samstag von den Delegierten des Bezirkstages beschlossen werden.
Wie schon bei den Kreistagen holt der BFV auch jetzt Stimmungsbilder zu möglichen Änderungen im Spielbetrieb von den Delegierten ein:
Die Meinungsbilder haben ausdrücklich keine bindende Wirkung, können aber zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.
Alle Infos zum BFV-Wahljahr 2026 unter www.bfv.de/wahljahr