Nach dem Auftakt in Schwaben am Donnerstagabend steht an diesem Samstag (7. März 2026) in Veitshöchheim der unterfränkische Bezirkstag auf dem Programm. In den Mainfrankensälen (Mainlände 1, 97209 Veitshöchheim) stellen die Delegierten ab 10 Uhr die personellen und inhaltlichen Weichen für die kommenden vier Jahre im Fußball-Bezirk. Es ist der zweite von insgesamt sieben Bezirkstagen, die der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bis zum 21. März 2026 abhalten wird. Am 8. und 9. Mai 2026 folgt zum Abschluss des BFV-Wahljahres der 27. Ordentlichen Verbandstag im niederbayerischen Bad Gögging.
Im Fokus des Bezirkstags steht vor allem die Wahl des Führungsteams, doch es ist auch die Meinung der Delegierten zu möglichen Reformen im Spielbetrieb und zu einem Vereinsantrag gefragt, außerdem ist über die nächsten Schritte der Kreis-Reform zu entscheiden. Wie schon zuvor bei den 22 Kreistagen und dem schwäbischen Bezirkstag wird BFV-Präsident Christoph Kern auch in Veitshöchheim vor Ort sein und zu den Delegierten und Gästen wie etwa Innenstaatssekretär Sandro Kirchner sprechen.
Dort, wo sonst die viel beachtete BR-Livesendung „Fasnacht in Franken“ stattfindet, stellt sich BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau (50) aus Frankenwinheim zur Wiederwahl als Vorsitzender. Bereits seit 2013 steht der Polizeibeamte an der Spitze des Bezirks. Ebenso kandidieren auch alle weiteren Mitglieder des aktuellen Bezirks-Ausschusses für eine weitere Amtsperiode: Bernd Reitstetter (59) als Bezirks-Spielleiter, Thomas Krug (51) als Bezirks-Jugendleiter, Yvonne Söser (42) als Bezirks-Beauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball, Michael Walter (54) als Bezirks-Schiedsrichterobmann und Felix Stingl (25) als Bezirks-U30-Vertreter.
Hans-Peter Heimbeck (61) als Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender und Harald Friedrich (51) als Kreis-Ehrenamtskoordinator sollen den Bezirks-Ausschuss erneut komplettieren. Entsprechende Berufungsvorschläge gehen im Nachgang des Bezirkstags gemäß den Statuten an das BFV-Präsidium.
Bereits auf den unterfränkischen Kreistagen war die Kreis-Reform und der zwangsweise neue Zuschnitt der vier Fußball-Kreise Thema. „Kriterium ist die Zahl der Vereine mit Herren-Mannschaften, die am aufstiegsberechtigten Spielbetrieb teilnehmen“, sagte Pfau seinerzeit. Mindestens 100 Klubs sieht die BFV-Satzung vor, um einen eigeständigen Kreis bilden zu können. Während in Würzburg (132) und Schweinfurt (125) die Zahlen stabil sind, hat der Kreis Rhön die 100er-Marke bereits unterschritten (89), während es in Aschaffenburg aktuell 101 Mannschaften sind. Gemeinsam mit den Vereinen soll diese Reform vorbereitet und bei einem außerordentlichen Bezirkstag 2028 verabschiedet werden. Dieser Prozess soll am Samstag von den Delegierten des Bezirkstages beschlossen werden.
Wie schon bei den Kreistagen holt der BFV auch jetzt Stimmungsbilder zu möglichen Änderungen im Spielbetrieb von den Delegierten ein:
Die Meinungsbilder haben ausdrücklich keine bindende Wirkung, können aber zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.
Alle Infos zum BFV-Wahljahr 2026 unter www.bfv.de/wahljahr