Die Kreistage im Bezirk Oberbayern sind abgeschlossen: Nach den Kreistagen Donau/Isar, Zugspitze und München ging jetzt auch der Kreistag Inn/Salzach über die Bühne – in Traunreut wählten die 204 Delegierten ihre neue Führungsmannschaft für die kommende Legislaturperiode und bestätigten dabei Michael Baumann als Kreis-Vorsitzenden im Amt. Insgesamt stehen im Rahmen des BFV-Wahljahres 22 Kreistage, sieben Bezirkstage und der 27. Ordentliche Verbandstag Anfang Mai 2026 auf dem Programm. Der oberbayerische Bezirkstag findet am Dienstag, den 17. März ab 19 Uhr in der Sportschule Oberhaching statt.
Im Kultur- und Veranstaltungszentrum Traunreut (Munastraße 1, 83301 Traunreut) nord-östlich des Chiemsees sprachen die Delegierten ihrem bisherigen Kreis-Vorsitzenden Michael Baumann (40, Rosenheim) einstimmig weiterhin ihr Vertrauen aus. Ebenfalls einstimmig in eine neue Amtszeit gehen Christos Sofis (44, Seebruck) als Kreis-Spielleiter, Andreas Schulz (39, Emmerting) als Kreis-Jugendleiter und Michaela Heinzlmeier-Meissl (29, Rott am Inn) als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball.
Ronny Schmidt aus Ebersberg wurde bereits von den Schiedsrichtergruppen zum neuen Kreis-Schiedsrichterobmann gewählt und nun beim Kreistag ohne Gegenstimme bestätigt. Der 38 Jahre alte Unparteiische der Schiedsrichtergruppe Chiem tritt damit die Nachfolge von Josef Kurzmeier an. Johann Sickinger (48, Tacherting) und Carmen Jutta Gardill (62, Seeon) sollen erneut als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender bzw. Kreis-Ehrenamtsbeauftragte den Kreis-Ausschuss komplettieren. Entsprechende Berufungsvorschläge gehen nun an das BFV-Präsidium.
In Traunreut hob BFV-Präsident Christoph Kern in seiner Rede vor den Delegierten die Bedeutung des Zusammenhalts hervor: „Wir haben vor rund drei Jahren ein Leitbild erarbeitet und es mit dem Motto ‚Wir sind der Fußball in Bayern‘ überschrieben – und dieses Wir sind explizit Wir alle: Vereine, Verband, Spielerinnen und Spieler, Trainerinnen und Trainer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Profis und Amateure. Das möchte ich hier klar herausstellen – und wir leben dieses Wir tatsächlich, wenn man sieht, was in ganz Bayern in den Vereinen ehrenamtlich geleistet wird. Viele engagieren sich seit Jahren anerkennenswert und tragen so zu einem großen und stabilen Miteinander in ihren Vereinen und im bayerischen Amateurfußball bei.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kreistags waren wie auch schon in den Jahren 2010, 2014, 2018 und 2022 dazu aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. In diesem Wahljahr geht es um drei Themenkomplexe:
Die Meinungsbilder sind ausdrücklich keine bindenden Beschlüsse, können aber über die Bezirkstage zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.
Der Marzoller Sportverein hatte fristgemäß einen Antrag zu 18 Jahre alten Juniorenspielern gestellt. Diese sollen – nachdem sie neun Monate bei keinem Verein mehr gespielt haben – das Spielrecht für einen Verein auch dann bekommen, wenn dieser Verein selbst keine A-Junioren hat. Nach einer kurzen sachlichen Diskussion wurde der Antrag mit 73 zu 57 Stimmen (bei etlichen Enthaltungen) abgelehnt.
Alle Infos zum BFV-Wahljahr 2026 unter www.bfv.de/wahljahr